Das Wasserkraftwerk Raffelberg ist als Querbauwerk im Kanalbereich als Ergänzung der vorhandenen Schleusenanlage an gleicher Stelle angelegt worden. Gründungsgesellschafter waren die Stadt Mülheim an der Ruhr und die Friedrich-Wilhelm-Hütte. Zweck des Unternehmens war sowohl der Hafenbau als auch die Produktion von Strom. Beide Aufgaben werden heute von den Betrieben der Stadt Mülheim an der Ruhr (gegründet 1897) wahrgenommen. Die angedachte Staustufe erlaubte eine mittlere Fallhöhe von 6,15 Metern. Langjährige Beobachtungen des Abflusses der Ruhr ließen es zu, vier Maschinen mit 5,2 MW Gesamtanschlussleistung zu installieren. Sie sind nach dem Francis-Konzept stehend montiert und wurden von den Siemens-Schuckert-Werken 1922 gebaut. Diese Originaltechnik ist heute noch in Betrieb. Seit 1926 liefert die Anlage Strom, durchschnittlich werden pro Jahr 23,5 Mio. kWh durch den natürlichen Zufluss des Ruhrwassers erzeugt. Damit ist es das größte Laufwasserkraftwerk an der Ruhr. Seit dem Jahr 1986 zählt das Gebäude zu den Baudenkmalen der Stadt und ist Teil der Route der Industriekultur. Im Jahre 1913 wurde der Stadt Mülheim an der Ruhr das Recht verliehen, einen Schifffahrtsweg vom Rh